Samstag, 21. Juli 2012

Brand einer Lagerhalle im Gewerbegebiet von Krems

von Andreas Herndler, Markus Fasching, Christoph Firlinger, Manfred Wimmer

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Zuletzt am Samstag, 21. Juli 2012 geändert.

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Am 21. Juli 2012 kam es in den frühen Morgenstunden zu einem Brand in einer Lagerhalle im Gewerbegebiet von Krems. Aufmerksame Mitarbeiter der umliegenden Firmen bzw. Autofahrer bemerkten den Brand und alarmierten die Feuerwehr, welche gemäß Alarmplan B4 - die höchste Alarmstufe - mit 124 Mitgliedern und 28 Fahrzeugen anrückten (siehe auch das Alarmierungsprotokoll). Nach rund 2,5 Stunden konnte der Einsatzort der Betriebsfeuerwehr Brantner zu Nachlöscharbeiten übergeben werden.

Um 05:29 Uhr gingen die ersten Notrufe in der Bezirksalarmzentrale Krems über eine unklare Rauch- und Brandentwicklung in einer Lagerhalle im Gewerbegebiet von Krems ein. Aufgrund der Anzahl an Notrufen wurde vom Disponenten der Alarmzentrale B4 - die höchste Alarmstufe - ausgelöst. 10 Feuerwehren bzw. -wachen im Stadtgebiet von Krems bzw. Rohrendorf wurden mittels Sirene und Pager alarmiert.

Bereits 10 Minuten nach Alarmierung konnte eine erste Lagebeurteilung abgegeben werden: Lagerhalle in Vollbrand


Aufgeteilt auf zwei Einsatzabschnitte wurden von zwei Seiten Zugänge zu der Lagerhalle geschaffen, um den Brand direkt im Inneren der Halle bekämpfen zu können. Aus bisher ungeklärter Ursache war diverses Lagergut in Brand geraten.

Durch die kompakte Lagerung des Schüttgutes mussten mit Atemschutz insgesamt 12 Trupps mit 37 Geräteträgern über rund 2 Stunden hinweg das Lagergut zerteilen und Stück für Stück ablöschen. Unterstützt wurden die eingesetzten Feuerwehrkräfte durch Betriebspersonal, welches mit schwerem Gerät bei der Zerteilung des Schüttgutes half.

Aufgrund der unzähligen Öffnungen in den Aussenwänden der Lagerhalle gestaltete sich eine Druckbelüftung schwierig. Erst duch den Einsatz von hydraulischer Ventilation und einer umfassenden Druckbelüftung konnte die Lagerhalle erfolgreich entraucht werden. Hitze und Sichtbehinderung konnten so abgeführt werden.

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Die Lichtkuppen in der Stahlblechkonstruktion der Eindeckung schmolzen unter der Hitzeeinwirkung und sorgten so für eine zusätzliche Entrauchung. Durch die Wärmeeinwirkung auf das Dach war die Eindeckung beeinträchtigt und wurde laufend beobachtet.

Nach rund 2,5 Stunden wurde der Brand soweit unter Kontrolle gebracht, dass das Brandobjekt der Betriebsfeuerwehr übergeben werden konnte, welche noch den ganzen Tag über mit Nachlöscharbeiten beschäftigt ist.

Eingesetzte Kräfte:
Freiwillige Feuerwehr Krems:

Freiwillige Feuerwehr Rohrendorf: 4 Fahrzeuge, 26 Mitglieder
Betriebsfeuerwehr Voest Alpine Krems: 3 Fahrzeuge, 9 Mitglieder
Betriebsfeuerwehr Brantner: 1 Fahrzeug, 7 Mitglieder
Betriebsfeuerwehr Dynea: 1 Fahrzeug, 7 Mitglieder
BFK Krems, Feuerwehrmedizinischer Dienst: 1 Fahrzeug, 1 Mitglieder

Summe Feuerwehr: 28 Fahrzeuge, 124 Mitglieder

Polizei: 3 Fahrzeuge, 6 Beamte
Rotes Kreuz: 1 Fahrzeug, 3 Sanitäter