Montag, 06. Juli 2015

Waldbrandverordnung für den Verwaltungsbezirk Krems-Stadt

von Magistrat Krems

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Zuletzt am Dienstag, 07. Juli 2015 geändert.

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Präambel

Auf Grund der warmen und trockenen Witterung der letzten Wochen ist in den Waldbeständen des Verwaltungsbezirkes Krems-Stadt bereits eine starke Austrocknung, insbesondere der Streuauflage der Waldböden eingetreten. Weiters ist vielerorts leicht entzündbarer Bestandesabraum, wie Zweige, Äste und Wipfelstücke vorhanden.
Es ergeht daher nachstehende Verordnung zum Schutz der Waldbestände im Verwaltungsbezirk Krems-Stadt:

V E R O R D N U N G

§ 1
Zur Hintanhaltung von Waldbränden sind im gesamten Verwaltungsbezirk Krems-Stadt in der Kampfzone des Waldes und, soweit Verhältnisse vorherrschen, die die Ausbreitung eines Waldbrandes begünstigen, auch in Waldnähe (Gefährdungsbereich) für jedermann, einschließlich der im § 40 Abs 2 Forstgesetz 1975 zum Entzünden oder Unterhalten von
Feuer im Walde Befugten, brandgefährliche Handlungen, wie das Rauchen, das Hantieren mit offenem Feuer, jegliches Feuerentzünden und das Unterhalten von Feuer, ferner die Verwendung von pyrotechnischen Gegenständen, verboten.

Ebenso ist es verboten, brennende oder glimmende Gegenstände (wie zB Zündhölzer und Rauchwaren) sowie Glasflaschen und Glasscherben (Brennglaswirkung!) im Waldbereich wegzuwerfen!

§ 2
Diese Verordnung tritt mit Kundmachung durch die Bezirksverwaltungsbehörde mit sofortiger Wirksamkeit in Kraft und mit 31.12.2015 außer Kraft.

§ 3
Zuwiderhandlungen gegen dieses Verbot stellen Verwaltungsübertretungen nach § 174 Abs 1 a Z 17 Forstgesetz dar und werden diese Übertretungen von der Bezirksverwaltungsbehörde mit einer Geldstrafe bis zu 7.270,-- Euro oder mit Arrest bis zu vier Wochen geahndet.

§ 4
Die bekämpfungstechnische Behandlungsweise gemäß § 3 Abs 1 Z 4 der Verordnung des Bundesministers für Land- und Forstwirtschaft vom 21.1.2003 über den Schutz des Waldes vor Forstschädlingen (Forstschutzverordnung), BGBl II 2003/19, ist nur mit Nachweis
ausreichender Sicherheitsvorkehrungen (Feuerwehrbereitschaft)
von diesem Verbot ausgenommen.

§ 5
Die Durchführung solcher Maßnahmen iSd § 4 sind vom Waldeigentümer oder Verfügungsberechtigten dem Magistrat der Stadt Krems an der Donau, Bereich 1 - Anlagenrecht, Fernrufnummer 02732/801-420, und der Freiwilligen Feuerwehr Krems an der Donau, Fernrufnummer 02732/85522, rechtzeitig vor deren Durchführung und Führung des Nachweises ausreichender Sicherheitsvorkehrungen anzukündigen.

§ 6
Jedem Waldeigentümer steht es frei, diese Verordnung in geeigneter Weise ersichtlich zu machen.

Hinweis:
Der Gefährdungsbereich ist überall dort gegeben, wo die Bodendecke oder die Windverhältnisse das Übergreifen eines Bodenfeuers oder das Übergreifen eines Feuers durch Funkenflug in den benachbarten Wald begünstigen.

Rechtsgrundlagen:
§ 41 Abs 1 iVm § 170 Abs 1 Forstgesetz 1975, BGBl 1975/440 idgF

Für den Bürgermeister:
Helmut Paul Wallner

GZ.: KS-AN-20/467/1-2015
Anlagenrecht: 02732/801-420

Hier sehen Sie eine Übersicht über die derzeitige Waldbrandgefahr: www.zamg.ac.at