129 Sturmeinsätze im Bezirk Krems

von Gernot RohrhoferZuletzt am Montag, 30. Oktober 2017 geändert.
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Der Sturm hat am Samstag und Sonntag auch die Feuerwehren im Bezirk Krems auf Trab gehalten. Alleine am Sonntag gingen in der Bezirksalarmzentrale Dutzende Notrufe ein, sagt Andreas Herndler, Chef des Stabes im Bezirksfeuerwehrkommando: „Von Sonntagfrüh bis etwa 16.00 Uhr waren es 129 Einsätze. Man könnte also sagen: Jede Feuerwehr im Bezirk Krems war durchschnittlich einmal im Einsatz.“
 
Bei Hollenburg blockierten umgestürzte Bäume gleich mehrmals die Bundesstraße 37a, im Kremser Behördenhafen stürzte ein Baum auf den Treppelweg und ebenfalls in Krems wurde das Flachdach einer Selbstbedienungstankstelle abgedeckt. „Verletzt wurde dabei zum Glück niemand“, so Herndler. In allen anderen Fällen waren es Zäune, die sich gelöst hatten oder Plakatwände bzw. große Baustellenzäune, die in Mitleidenschaft gezogen worden sind.
 
Von der Pfarrkirche in Unterloiben stürzten Dachziegel zu Boden. Die Feuerwehr sperrte den Gefahrenbereich aus Sicherheitsgründen ab. 500 Touristen, die mit drei Schiffen auf der Donau unterwegs waren, wurden in Dürnstein auf die Sturmwarnung aufmerksam gemacht. „Es hat sich dabei um eine reine Vorsichtsmaßnahme gehandelt, weil im Nahbereich der Anlegestelle hohe Bäume stehen und wir wissen, dass hier immer wieder Äste zu Boden fallen“, sagt der Kommandant der Feuerwehr Dürnstein, Markus Bauer.

 
Nach Angaben der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik wurden am Jauerling Windspitzen bis zu 151 km/h gemessen. „Das hatte zur Folge, dass stellenweise Strommaste geknickt sind“, sagt EVN-Sprecher Stefan Zach. In Höbenbach, Furth, Gföhl, Gföhleramt, Mautern, Mottingeramt, Lichtenau, Palt und Paudorf waren an die 3.000 Haushalt ohne Strom, „allerdings nie zur selben Zeit“, betont Zach.
 
Nachdem am Samstagabend etwa 30 Feuerwehrleute im Bezirk Krems im Einsatz gewesen sind, waren es am Sonntag 700, „wobei davon auszugehen ist, dass der Sturm seinen Höhepunkt am frühen Sonntagnachmittag erreicht hat, der eine oder andere Einsatz aber noch folgen dürfte“, so Herndler.