Einsatzübung im Kremser Gewerbepark

von Christoph Gruber, Monika KyselovaZuletzt am Sonntag, 19. November 2017 geändert.
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Ein Großeinsatzszenario beschäftigte die Freiwillige Feuerwehr Krems am 16. November 2017. Unter realitätsnahen Bedingungen trainierten die Kameraden ihr technisches Können und die schnelle Vorgehensweise bei der Menschenrettung nach Verkehrsunfällen. Die Einsatzkräfte wurden zu einem Verkehrsunfall mit mehreren verletzten Personen angefordert. Insgesamt kollidierten 3 Fahrzeuge, in denen die Insassen eingeklemmt geblieben sind. Die Einsatzübung im Kremser Gewerbepark hatte also vor allem die Festigung der Fähigkeiten zur technischen Menschenrettung nach einem Verkehrsunfall zum Ziel.

Nach Erkundung der Lage und Absicherung der Einsatzstelle stellten die Kameraden die notwendige technische Ausrüstung aus den Einsatzfahrzeugen bereit und nach Stabilisierung und Sicherung der Lage der Fahrzeuge fingen sie mit der Befreiung der eingeklemmten Personen aus den verunfallten Fahrzeugen an. Die nachrückenden Einsatzkräfte wurden von den Fahrzeugkommandanten der bereits anwesenden Fahrzeuge in die Lage eingewiesen und arbeiteten dann nach Zuteilung der Aufgaben Hand in Hand.

Ein weiterer Teil der Einsatzkräfte baute inzwischen den Brandschutz an der Einsatzstelle auf. Parallel musste auch die Verkehrsregelung übernommen werden. Da die Anzahl der am Unfall beteiligten Personen zunächst unklar war, durchsuchten die Kameraden die Unfallgegend mit der Wärmebildkamera. Eine Person wurde aus einem der kollidierten Fahrzeuge in das naheliegende stehende Gewässer geschleudert und musste von dort schnell gerettet werden.

Bei zwei Fahrzeugen wurden die Insassen mit Hilfe des hydraulischen Rettungsgerätes aus ihrer misslichen Lage befreit und zu der Verletztensammelstelle zur weiteren Versorgung gebracht, wo ein Trupp die Verletzenbetreuung zur Aufgabe hatte. Die Insassen des dritten Fahrzeuges waren leichter verletzt und konnten aus dem Fahrzeug schneller, durch Einschlagen des Seitenfensters, befreit werden. Die Führungskräfte meisterten die Koordination der Einsatzkräfte sehr gut und hatten die Situation auf der Einsatzstelle stets unter Kontrolle. Nach Rettung aller Personen wurden die Wracks auf das Wechselladefahrzeug geladen und zu dem Gelände der Freiwilligen Feuerwehr abtransportiert, wo diese für weitere Übungszwecke aufbewahrt werden. Nachdem die Straße von den restlichen Fahrzeugteilen befreit und gereinigt wurde, folgte noch eine Übungsnachbesprechung.

Um 21:00 Uhr konnte die Übung beendet werden und die Kameraden rückten in die Wache ein. Vielen Dank an alle Beteiligten, vor allem an die „Verletzten“ sowie an den 2. Zug für die Ausarbeitung der Übung!