Ausbildung zum Atemschutzgeräteträger – Stufe 3

von Benjamin Flatschart & Christoph GruberZuletzt am Montag, 7. Mai 2018 geändert.
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Die Feuerwehr Krems stellt hohe Anforderungen an die Mitglieder, die im Falle eines Brandes zur Brandbekämpfung entsendet werden. Neben dem Modul Atemschutz müssen neue Atemschutzgeräteträger das Praxisseminar Branddienst besuchen, welches der Stufe 3 der Atemschutzausbildung entspricht, ehe der Feuerwachekommandant die Einsatzfreigabe erteilen kann.

Am Samstag, dem 28. April 2018 absolvierten neuerlich 13 Mitglieder der Feuerwehr Krems diese lehrreiche Ausbildung.

In gekonnter Routine wurden nach einer kurzen Einführung in die Thematik der Brandbekämpfung anhand von Modellen die Brandphänomene und die Wirkung des Löschmittels Wasser vorgeführt. Anschließend folgten die Grundlagen zum Thema Brandverlauf, Umgang mit der Wärmebildkamera, Geräte für den Brandeinsatz, Taktik, Sicherheit und Nachbetreuung.

Vor der Mittagspause ging es noch zum ersten Praxisteil, bei welchem der Umgang mit dem Strahlrohr geübt wurde. Rauchgaskühlung, direkte und indirekte Brandbekämpfung, aber auch der Einsatz des Rauchverschlusses sowie sinnvolle Türöffnungsprozeduren waren Teil des Ausbildungsplans.

Am Nachmittag ging es an die beiden Praxisstationen. Im Stationsbetrieb wurden von den vier Trupps extrem fordernde Szenarien abgearbeitet.

Im Bereich der Schlauchwaschanlage wurde ein Hindernisparcours aufgebaut, welcher völlig blickdicht verraucht wurde und mit gefüllter Schlauchleitung überwunden werden musste. Obwohl die Wärmebildkamera als Hilfsmittel zur Verfügung stand, mussten alle Trupps den Rückzug antreten, ehe die zu rettende Person erreicht werden konnte. Aufgrund der besonders fordernden Strecke war dies keinesfalls als Misserfolg zu werten, sondern als richtiges Vorgehen zur Wahrung der Eigensicherheit.

Als zweite Praxisstation galt es, einen verunfallten Atemschutzgeräteträger aus einem Brandobjekt zu retten. Hierfür wurde die Waschbox komplett eingenebelt und ein Feuerlöschsimulator sorgte für die Lagedarstellung. Ziel war es, dass der Atemschutztrupp rasch vorgeht und neben den Suchtechniken auch die Rauchgase sichert bzw. eine Brandbekämpfung durchführt. Die Möglichkeit, wirklich Wasser abzugeben, soll auf den Realeinsatz vorbereiten.

Die Trupps, die im Freien in Bereitstellung waren, führten die Atemschutzüberwachung durch und befassten sich mit Doppelflaschengeräten und Rettungsscheren. 

Kurz nach 16 Uhr konnten alle Teilnehmer ihre anstrengende und lehrreiche Ausbildungen beenden. Nach einem gemeinsamen Abbau folgte noch eine Nachbesprechung, ehe der Ausbildungstag sein Ende fand.