Erweiterte Atemschutzausbildung in der Feuerwehr Krems/Donau

von Christoph GruberZuletzt am Dienstag, 9. Oktober 2018 geändert.
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Nach dem Modul Atemschutzgeräteträger, bei welchem die Einsatzkräfte der Feuerwehr die Grundlagen des Atemschutzeinsatzes erlernen, gilt es die Besonderheiten der eigenen Feuerwehr zu erlernen.

Wärmebildkamera, Notsignalgeber, Atemschutzüberwachung und Rettungsscheren sind nur ein kleiner Überblick der in der Feuerwehr Krems verwendeten Zusatzgeräte, um die Sicherheit und Effizienz der Einsatzkräfte zu steigern. Dazu folgt intensive Ausbildung auf das gemeinsame Vorgehen, Strahlrohrtechniken und Kommunikation. All diese Inhalte werden in der erweiterten Atemschutzausbildung vermittelt.

Am 29. September 2018 wurde in der Feuerwehr Krems diese Ausbildung geblockt abgehalten. Vormittags wurden das Wissen zum Thema Brandverlauf, Wärmebildkamera, Geräte für den Brandeinsatz und Sicherheit bei der Brandbekämpfung theoretisch vermittelt, ehe der Brandverlauf an Modellen vorgeführt wurde.  

Vor der Mittagspause ging es noch zum ersten Praxisteil, bei welchem der Umgang mit dem Strahlrohr geübt wurde. Rauchgaskühlung, direkte und indirekte Brandbekämpfung, aber auch der Einsatz des Rauchverschlusses sowie sinnvolle Türöffnungsprozeduren waren Teil des Ausbildungsplans.

Am Nachmittag ging es an die beiden Praxisstationen. Im Stationsbetrieb wurden von den vier Trupps extrem fordernde, realistische Szenarien abgearbeitet.

Im Bereich der Schlauchwaschanlage wurde ein Hindernisparcours aufgebaut, welcher völlig blickdicht verraucht wurde und mit gefüllter Schlauchleitung überwunden werden musste. Obwohl die Wärmebildkamera als Hilfsmittel zur Verfügung stand, mussten fast alle Trupps den Rückzug antreten, ehe die zu rettende Person gerettet werden konnte. Aufgrund der besonders fordernden Strecke war dies keinesfalls als Misserfolg zu werten, sondern als richtiges Vorgehen zur Wahrung der Eigensicherheit.

Als zweite Praxisstation galt es, einen verunfallten Atemschutzgeräteträger aus einem Brandobjekt zu retten. Hierfür wurde die Waschbox komplett eingenebelt und ein Feuerlöschsimulator sorgte für die Lagedarstellung. Ziel war es, dass der Atemschutztrupp rasch vorgeht und neben den Suchtechniken auch die Rauchgase sichert, bzw. eine Brandbekämpfung durchführt. Die Möglichkeit wirklich Wasser abzugeben, soll auf den Realeinsatz vorbereiten.

Die Trupps, die im Freien in Bereitstellung waren, führten die Atemschutzüberwachung durch und befassten sich mit Doppelflaschengeräten und Rettungsscheren. 

Zusätzlich zu den Mitgliedern der Feuerwehr Krems, konnten auch Mitglieder der Feuerwehren Mautern, Probstdorf und Universtätsklinikum Krems an dieser Ausbildung teilnehmen.