Ausbildung zum Kremser Feuerwehrmann

von Christoph GruberZuletzt am Donnerstag, 7. Februar 2019 geändert.
Bislang 1039x gelesen.

Im vergangenen Jahr absolvierten knapp 20 neue freiwillige Mitglieder die Basisausbildung der niederösterreichischen Feuerwehren. Um nun auch für den Kremser Einsatzalltag gerüstet zu sein, fand an zwei Samstagen im Jänner für den Nachwuchs die Mannschaftsausbildung 1 statt.

Das Ziel dieser 20 Stunden dauernden Ausbildung ist es die Abläufe der Freiwilligen Feuerwehr Krems kennenzulernen, die Grundlagen des Handwerks Feuerwehr zu verstehen und vor allem Spaß zu haben.

Der erste Tag stand diesmal im Zeichen des Brandeinsatzes. Nach einer Erklärung der Möglichkeiten der weiteren Feuerwehrlaufbahn wurden die Sondergeräte der Feuerwehr Krems vorgeführt. Für den Brandeinsatz konnten die jungen Kameraden Lüftungsgeräte kennenlernen und kurz vor dem Mittagessen gab es eine Schulung auf den Schaumeinsatz. Am Nachmittag war es kaltnass und bei widrigsten Bedingungen lernte der Nachwuchs das Verlegen von Schlauchleitungen in Gebäuden, und den Außenangriff vom Schnellangriff bis zum Wasserwerfer.

Nach der Vorführung der Schutzanzüge für den Schadstoffeinsatz und der Erklärung der Kremser Standardeinsatzregel, wurden zum Abschluss des Tages praktische Übungen selbstständig durchgeführt. Hier galt es vor allem Tätigkeiten auszuführen welche im Einsatz von den jungen Mitgliedern selbständig ausgeführt werden müssen.

Der Technische Einsatz mit vielen Aspekten wurde am zweiten Samstag der Ausbildung behandelt. Die richtige Vorbereitung der Kettensäge, Sicherheitsregeln und das Kennenlernen der weitern Schneidgeräte wurden hier behandelt.

Gewaltsam ging der Tag gleich weiter, die in Krems verwendeten Türöffnungsgeräte wie Halligan Tool und Ramme wurden an der Übungstüre gestestet und in allen Varianten galt es die Türe aufzubrechen.

Um die erhitzten Körper gleich abzukühlen wurde der Ausbildungstag am Kremser Yachthafen fortgeführt, das zugefrorene Hafenbecken bot beste Bedingungen für die Thematik der Wasserrettung. Mit dem Überlebensanzügen wurde die Rettung von Personen im Wasser beübt. Schläuche, Spineboard, Wurfleinen und div. Sicherungsmethoden wurden selbst angewendet.

Nach der Mittagspause stand der Umgang mit dem Ladekran, Radrollern, Unterwasserpumpen, Wagenhebern und Hebekissen am Ausbildungsplan, alle üblichen Manipulationsgeräte wurden angewendet.

Den Abschluss der Ausbildung bildeten die Tätigkeiten bei einem Verkehrsunfall mit eingeklemmten Personen. Nach der ersten Erklärung der Geräte wurde ein Übungsfahrzeug mit dem hydraulischen Rettungsgerät entsprechend bearbeitet. Jeder konnte eine Türe oder Säule mit entfernen und erstmalig in die schwere Geräteklasse schnuppern.

Zum Abschluss der beiden fordernden Tage gratulierte der Kremser Kommandant Gerhard Urschler allen Kameraden persönlich zur Qualifikation zum Kremser Feuerwehrmann.

 

 


Eingesetzte Kräfte:

13 Einsatzkräfte der Feuerwehr

1 Drehleiter
1 Hilfeleistungsfahrzeug
4 Sonderfahrzeuge
1 Tanklöschfahrzeug
1 Wechselladefahrzeug mit Kran

FW Egelsee
FW Gneixendorf
FW Hauptwache
FW Hollenburg
FW Rehberg