Küchenbrand in der Mitterau rasch gelöscht

von Christoph Gruber, Manfred Wimmer, Monika Kyselova, Fotos: Manfred WimmerZuletzt am Samstag, 9. März 2019 geändert.
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Nach einer Serie an Unfällen wird die Freiwillige Feuerwehr Krems derzeit mit mehreren Brandeinsätzen gefordert. In den Mittagsstunden des 1. März 2019 ging in die Bezirksalarmzentrale ein Notruf über einen Küchenbrand in der St. Paul Gasse in Krems ein. Gemäß dem Alarmierungsplan wurden die Feuerwachen Gneixendorf und Hauptwache alarmiert (siehe auch das Alarmierungsprotokoll).

Unverzüglich rückten mehrere Löschfahrzeuge der beiden Kremser Feuerwachen, unterstützt durch die Drehleiter, zum Brandeinsatz aus. Bereits während der Anfahrt rüsteten sich die Atemschutzgeräteträger aus und nahmen nach dem Eintreffen in der St. Paul-Gasse eine Löschleitung in die Brandetage vor. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte wurde dichter Rauch aus der Wohnung wahrnehmbar. Die Einsatzkräfte setzten sofort routiniert an der Rauchgrenze – der Wohnungstüre – einen mobilen Rauchverschluss, um einen Rauchaustritt in das Stiegenhaus weitestgehend zu verhindern. Das Stiegenhaus selbst blieb aufgrund des geringen Rauchaustrittes und des schnellen Handelns der Einsatzkräfte nahezu rauchfrei. Die Bewohner der betroffenen Wohnung handelten auch richtig, sie schlossen nach dem Brandausbruch die Wohnungstür ab und konnten sich in Sicherheit bringen. Auch das trug dazu bei, dass der Rauch sich nicht in das Stiegenhaus ausbreitete und dass schlussendlich die umliegenden Wohnungen nicht geräumt werden mussten.

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Beim Einmarsch in die Brandwohnung mit einer gefüllten C-Leitung galt auch noch eine Katze als vermisst. Der Brand konnte rasch in der Küche lokalisiert und bekämpft werden. Um die heißen Rauchgase und den Brandrauch abzuführen, ventilierte der Atemschutztrupp die Wohnung hydraulisch, ehe ein leistungsstarkes elektrisches Lüftungsgerät diese Belüftungstätigkeit übernahm und die Wohnung schlussendlich rauchfrei machte.

Parallel zur Brandbekämpfung wurden von weiteren Trupps die umliegenden Wohnungen auf Brandgase und eine Belastung mit Kohlenmonoxyd kontrolliert. Im Zuge der Durchsuchung der Wohnung wurde auch die vermisste Katze gefunden, für sie kam leider jede Hilfe zu spät.  Aufgrund der Brandausbreitung und in weiterer Folge der Einatmung der Rauchgase konnte die Katze nicht mehr gerettet werden, sie wurde von den Einsatzkräften aus der Wohnung geborgen.

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Mehrere Atemschutztrupps standen für Nachlöscharbeiten in der Wohnung parallel im Einsatz. Nachdem die Brandwohnung noch mit einer Wärmebildkamera auf Glutnester kontrolliert worden war, wurde der Einsatz beendet. Gegen 13.30 Uhr konnten schließlich alle Feuerwehrkräfte abrücken und in den einzelnen Wachen die Einsatzbereitschaft wiederherstellen. Die Wartung, Reinigung und Instandsetzung der benützen Ausrüstung, insbesondere der verwendeten Atemschutzgeräte und Masken, wird noch mehrere Tage und zahlreiche Arbeitsstunden beanspruchen.

Während des Einsatzes versorgte das Rote Kreuz Krems, welches mit zwei Rettungstransportwagen und dem Notarzteinsatzfahrzeug im Einsatz stand, mehrere verletzte Anrainer. Drei Personen wurden noch an der Einsatzstelle erstversorgt und anschließend mit leichter Rauchgasvergiftung zur weiteren Kontrolle in das Universitätsklinikum Krems eingeliefert.


Eingesetzte Kräfte:

37 Einsatzkräfte der Feuerwehr

1 Drehleiter
1 Kommandofahrzeug
4 Tanklöschfahrzeuge

FW Gneixendorf
FW Hauptwache

Polizei
Rettung