Übungssaison in Rehberg gestartet

von Christoph Andert, Franz Ilkerl und Fotos Manfred Wimmer (Feuerwehr.media)Zuletzt am Donnerstag, 7. März 2019 geändert.
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Mit 1. Februar startete für die Feuerwache Rehberg die Übungssaison. Als erstes stand Erste Hilfe auf dem Programm. Durch den Sachbearbeiter Feuerwehrmedizinscher Dienst wurde der Notfallrucksack näher gebracht. Weiters wurden auch die Basics in der Ersten Hilfe wiederholt und in weiterer Folge darauf aufgebaut. Es wurden alle Utensilien aus dem Rucksack praktisch beübt, vom Anlegen eines Stifneck (Halswirbelsäulenstütze), über einen Druckverband bis zur Verwendung der Rettungsboa und des Spineboards.

Am 13. Februar wurde aufbauend auf die Erste Hilfe-Schulung die Menschenrettung aus KFZ mit mehreren Methoden geübt. Bevor es losging, wurde einmal der Ablauf eines solchen Einsatzes besprochen und die Geräte, welche der Feuerwache Rehberg mit dem neuen Fahrzeug zur Verfügung stehen, durchgesprochen. Hier wurde für einen geordneten Ablauf, genau so wie im Einsatz auch, als erstes die sogenannte Bereitstellungsplane aufgelegt und bestückt. Hier werden alle Werkzeuge und sonstiges für den Einsatz benötigtes Equipment offen abgelegt, um es schnell entnehmen zu können. Weiter ging es mit der Fahrzeugkunde, wo erklärt wurde, welche Sicherheitseinrichtungen in den modernen Fahrzeugen versteckt sein können und wie man sich vor bösen Überraschungen wie Airbags und Gurtstraffer schützen kann. Zum Schluss wurden dann die verschiedenen Zugangsmöglichkeiten zum Patienten geschaffen - Rettung mittels Spineboard und Boa über den Kofferraum, Entfernen einer Seitenwand und zum Schluss das Abnehmen des Daches.

Zum Abschluss dieser Übungsreihe stand am 1. März eine Einsatzübung am Programm. "Einsatz für die Feuerwache Rehberg: Verkehrsunfall PKW gegen LKW, 2 verletzte Personen!" Am Übungsort eingetroffen stellte sich folgendes Szenario dar: Ein PKW hatte einen LKW bei Kranarbeiten übersehen. Beim Ausweichmanöver schleuderte der PKW unter die Ladefläche des LKW. Die Fahrerin des PKW war nicht eingeklemmt, der LKW-Fahrer wurde auf der Ladefläche gegen den Kran gestoßen und blieb dort verletzt liegen. Während der Erkundung durch den ersten Fahrzeugkommandanten ordnete der "fiktive Notarzt" eine möglichst schonende Rettung aus dem PKW an, der LKW-Fahrer musste mittels Spineboard von der hohen Ladefläche gebracht werden. Als erstes wurde die Unfallstelle abgesichert, der Brandschutz aufgebaut und die Bereitstellungsplane bestückt. Die Möglichkeit, die Patientin über den Kofferraum zu befreien, war wegen der Bauart des PKW und der Tatsache, dass das Heck unter dem LKW war, nicht möglich. Es wurde daher entschieden, den PKW zu sichern, den LKW vorzuziehen und das Dach abzunehmen. Zum Abschluss kam es dann auch noch zu einem Brand im Motorraum des Unfallwracks, welcher durch den aufgebauten Brandschutz rasch bekämpft werden konnte. Im Anschluss gab es vor Ort eine Übungsnachbesprechung, wo alle Teilnehmer ihr Feedback geben konnten.

(c) Manfred Wimmer(c) Manfred Wimmer(c) Manfred Wimmer(c) Manfred Wimmer(c) Manfred Wimmer(c) Manfred Wimmer(c) Manfred Wimmer(c) Manfred Wimmer(c) Manfred Wimmer(c) Manfred Wimmer(c) Manfred Wimmer(c) Manfred Wimmer(c) Manfred Wimmer(c) Manfred Wimmer(c) Manfred Wimmer

Da diese Einsatzmöglichkeiten erst mit dem neuen Fahrzeug durch uns bewältigt werden können, gilt ein besonderer Dank den Ausbildungsteams der beteiligten Sachgebiete für die fachlichen Schulungen. Weiters auch ein großer Dank an die Firma Unimarkt Rehberg und Hr. Harald Ettlinger, welcher uns den Parkplatz als Übungsfläche zur Verfügung stellte und uns auch eine Getränkespende zum Abschluss übergeben hat.

 


Eingesetzte Kräfte:

1 Hilfeleistungsfahrzeug
1 Kleinlöschfahrzeug
1 Wechselladefahrzeug mit Kran

FW Rehberg