Dehnfugenbrand durch Brandmeldeanlage entdeckt

von Christoph GruberZuletzt am Dienstag, 10. September 2019 geändert.
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Kurz nach Mitternacht wurde die Feuerwehr Krems am 6. September 2019, zu einem automatischen Brandmeldealarm in ein Kremser Einkaufszentrum gerufen.

Seitens der Bezirksalarmzentrale wurde die zuständige Betriebsfeuerwehr und die Hauptwache mit der diensthabenden Schleife alarmiert. Diese rückte innerhalb weniger Minuten mit einem Tanklöschfahrzeug und der Drehleiter aus (siehe auch das Alarmierungsprotokoll).

Am Einsatzort stellte der ersteintreffende Fahrzeugkommandant fest, dass im Bereich einer Zwischendecke im Erdgeschoss fünf Brandmelder Rauch detektierten. Ein Atemschutztrupp ging zu Erkundung vor und konnte geringen Rauchaustritt im Bereich einer Säule feststellen.

Aufgrund der unklaren Lage wurde die Hauptwache mit Generalalarm nachalarmiert und wenige Minuten später rückten weitere Löschfahrzeuge aus.

In der Zwischenzeit wurde festgestellt, dass es in einer Dehnfuge zu dem Brand gekommen war. Von den Einsatzkräften wurden in allen Geschossen Verkleidungen entfernt um Zugang zur betroffenen Fuge zu bekommen. Es zeigte sich, dass der Brand im Untergeschoss im Bereich einer Baustelle ausgebrochen ist und sich bereits bis in das erste Obergeschoss ausbreitete.

In allen Etagen wurde nun mittels Kübelspritzen Löschwasser in die Fuge abgegeben, zum Minimieren der Oberflächenspannung wurde Schaummittel hinzugefügt. Rasch zeigte sich der Erfolg, die Rauchentwicklung ging zurück und es konnte kein Brand mehr wahrgenommen werden.

Als Sicherungsmaßnahme wurde im zweiten Obergeschoss ein Teil des Dämmmaterials entfernt und die Betriebsfeuerwehr unterwiesen über mehrere Tage hinweg in stündlichen Abständen die betroffenen Bereiche zu kontrollieren und Löschmittel aufzubringen.

(c) Manfred Wimmer(c) Manfred Wimmer(c) Manfred Wimmer(c) Manfred Wimmer(c) Manfred Wimmer(c) Manfred Wimmer(c) Manfred Wimmer(c) Manfred Wimmer

Knapp zwei Stunden nach Einsatzbeginn konnten die Kräfte der Feuerwehr Krems wieder einrücken.

Wieder mal zeigte sich die Notwendigkeit von Brandmeldeanlagen, ohne welcher sich der Brand über mehrere Stunden hinweg im Gebäude ausgebreitet hätte und vermutlich die Gebäudestruktur erhebliche Schäden davongetragen hätte.


Eingesetzte Kräfte:

25 Einsatzkräfte der Feuerwehr

1 Drehleiter
1 Kommandofahrzeug
3 Tanklöschfahrzeuge
1 Versorgungsfahrzeug

FW Hauptwache

Polizei
Rotes Kreuz Krems