Feuerwehr Krems bei der Landeskatastrophenübung im Bezirk Tulln

von Christoph GruberZuletzt vor 7 Tagen geändert.
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Am 5. Oktober 2019 fand im Bezirk Tulln die Landeskatastrophenübung statt. Auf mehreren Orten wurden Szenarien nach einem Unwetter beübt. Die Feuerwehr Krems wurde mit der Schadstoffgruppe zu einem Unfall nach Verladetätigkeiten gerufen.

Im Bereich einer Spedition kam es bei Verladetätigkeiten auf einem Sattelschlepper zu einem Missgeschick, ein IBC-Container wurde beschädigt und es kam zum Austritt einer unbekannten Flüssigkeit. Mehrere Personen lagen regungslos im Bereich des Stoffaustritts.

Nachdem die Kremser Schadstoffeinheit als erste Einheit freie Kräfte hatte, wurde ein Atemschutztrupp zur Erkundung und Menschenrettung unter Schutzstufe 1 entsendet. Hier wird die normale Schutzbekleidung mit umluftunabhängigen Atemschutz um Chemikalienschutzhandschuhe und beständige Gummistiefel ergänzt und rasch vorgegangen.

Bereits beim Vorgehen wurden zwei bewusstlose Personen erkannt. Die erste Person befand sich neben dem Sattelauflieger und wurde aus dem Gefahrenbereich gebracht. Die zweite Person befand sich in der Fahrerkabine des Teleskopladers und wurde mit vereinten Kräften herausgehoben und ebenfalls zur Absperrung gebracht.

Von der Entfernung wurde noch versucht anhand der Gefahrenzettel den austretenden Stoff zu erkennen. Da zu diesem Zeitpunkt ein Trupp ausgerüstet mit Schutzstufe 2 der Feuerwehr Feuersbrunn eintraf, wurde dieser über die Erkundung in Kenntnis gesetzt und die beiden Verletzten zum Dekontaminationsplatz gebracht.

Ein weiterer Verletzter wurde noch den Kräften der Feuerwehr Feuersbrunn abgenommen und zum Dekontaminationsplatz gebracht, ehe sich die Einsatzkräfte aus Krems ebenfalls der Reinigung unterzogen.

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Auch bei dieser Übung zeigte sich, dass zur Menschenrettung rasch und vorsichtig vorgegangen werden muss. Aus diesem Grund befinden sich seit einigen Jahren auf allen Hilfeleistungsfahrzeugen zumindest Chemikalienschutzhandschuhe.

Nach der Übung gab es seitens der Übungsleitung Mittagessen und danach konnte die Einsatzbereitschaft in der Hauptwache hergestellt werden.

 


Eingesetzte Kräfte:

6 Einsatzkräfte der Feuerwehr

1 Schadstofffahrzeug
1 Tanklöschfahrzeug