Die Bezirksalarmzentrale Krems

von WebteamZuletzt am Freitag, 16. März 2018 geändert.
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Die Freiwillige Feuerwehr Krems steht nicht nur den Bürgern der Stadt Krems und den Anliegergemeinden zur Verfügung, sondern bietet bei Grossschadenslagen (Waldbränden, Unwetter, Unfällen mit Chemikalien, ...) auch überregionale Unterstützung im gesamten Bundesland, bzw. alarmiert und koordiniert aus Ihren Räumen auch den gesamten Feuerwehr-Bezirk Krems-Land (55.622 Einwohner, 923,95 km2) und Krems-Stadt (24.043 Einwohner, 51,61 km2).

Die Bezirksalarmzentrale Krems alarmiert und koordiniert somit 127 Feuerwehren zum Wohle der 79.665 Einwohner des Bezirkes Krems! Jährlich betreut die BAZ Krems nahezu 6.000 Einsätze!
 


Der Betrieb

Das sogenannte "Dienstzimmer", oder auch "Zentrale" genannt, wird werktags von 06:00 bis 18:00 Uhr durch das systemerhaltende Personal sowie zur Feuerwehr abgestellten Zivildienstleistenden besetzt. Nachts und am Wochenende kommen freiwillige FeuerwehrkameradInnen zum Zug, welche den Dienstbetrieb aufrecht erhalten.

Auch am heissen Sommertag, wo es im Schatten 29 Grad hat, oder am 24. Dezember, wenn Sie zu Hause Weihnachten feiern, sind wir für Sie da!

 




Um den hohen Anforderungen des Feuerwehralltages gerecht zu werden, wird laufend in die technische Ausrüstung, sowie in die Aus- und Weiterbildung der Disponenten investiert: dies beginnt bei der optimalen Ausleuchtung der Arbeitsplätze, führt weiter über die Klimatisierung der Schaltschränke und des Arbeitsraumes bzw. der Notstromversorgung des gesamten Objektes, und endet schlussendlich bei einem "halbwegs erträglichen" Schlafplatz samt Fernseher und Videorecorder für die paar Minuten Ruhe bei Nachtdiensten.



E L D I S

Im Jahr 2003 wurde auf Betreiben der Niederösterreichischen Landesregierung ein neues Alarmierungssystem für die Feuerwehren Niederösterreichs installiert, um das in die Jahre gekommene System abzulösen.

ELDIS, das Elektronische Leitstellendispositions- und Informationssystem, erleichtert den Dienstbetrieb ungemein, da nunmehr fest hinterlegte Alarmpläne auf Knopfdruck, das heißt durch Eingabe des Einsatzortes und des Schadensbildes, abgerufen und alarmiert werden können.



Zusätzlich zum Notruf 122, der in der Bezirksalarmzentrale Krems aufläuft, erreichen uns auch über Funk, das "herkömmliche" Telefon oder "Besuche" von in Not geratenen Menschen Notrufe. Zur Einsatznachverfolgung und -dokumentation werden alle ein- und ausgehenden Gespräche auf Band dokumentiert und langzeitarchiviert, sowie alle Aktivitäten des Disponenten am ELDIS-System mitprotokolliert.


Die Kommunikation

Zur Verständigung mit den diversen Einsatzorganisationen dienen derzeit noch verschiedene Funksysteme. Die Bundesregierung betreibt ein Projekt namens ADONIS (Austrian Digital Operating Network for Integrated Services), um auch hier die tw. veralteten Funksysteme der Blaulichtorganisationen zu erneuern bzw. die Kommunikation untereinander zu erleichtern.

Im Regelfall ist die BAZ Krems unter 02732/85522 erreichbar. Zusätzlich gibt es noch ein analoges Telefon. Im Notfall ist jedoch immer 122 zu verwenden!




Für das Worst-Case-Szenario eines Totalausfalles der Stromversorgung können wir die Bezirksalarmzentrale Krems autark vom Energieversorger über ein Dieselaggregat weiter betreiben. Als nächste Stufe im Katastrophenplan würde eine Weiterführung des Dienstbetriebes auf herkömmliche Weise (also ohne PC-Unterstützung und mit viel Papier und Kugelschreiber) stattfinden. Selbst für den Fall eines evtl. Totalausfalles der Bezirksalarmzentrale (z.b. Gebäudeschaden, ...) wurde Rechnung getragen, und entsprechende Konzepte und Pläne liegen bereit, um weiter für das Wohl und die Sicherheit der Bürger zur Verfügung zu stehen.



Brandmeldeanlagen

Weiters hat die BAZ Krems zwei TUS-Rechner (Telemetrie- und Sicherheitsdienst, das heißt die Rauch- und Brandmelder in größeren und besonders gefährdeten Objekten sind direkt mit der Feuerwehr verbunden).

Seitens der Firma ComOne, TELEKOM und ELLBOGEN hat die Bezirksalarmzentrale Krems jeweils eine Auswerteeinheit, auf welchem man die Brandalarme ablesen kann. Diese sind jeweils direkt mit der ELDIS verbunden.



Für die Stadt Krems hat das Personal der Bezirksalarmzentrale, welches sich zu 100 % aus freiwilligen Feuerwehrmitgliedern des Bezirkes Krems zusammensetzt, diverse Zusatzaufgaben.

Dabei handelt es sich zum Beispiel um die Verständigung und Alarmierung der städtischen Betriebe (Wasserwerk, Bauhof, ...), die Erstbesetzung des Krisentelefones im Hochwasserfall, Verständigung von Schlüsseldiensten, oder ähnliches übernommen.

Das Call-Center

Nachdem im Jahr 2008 die Feuerwehrzentrale Krems umgebaut und erweitert wurde, hatte man angedacht, für Großschadensereignisse eigene Räume zur Verfügung zu stellen, welche die BAZ Krems unterstützen bzw. teilweise entlasten soll.

Tür an Tür zur Bezirksalarmzentrale wurde ein Raum zur Erweiterung der BAZ geschaffen. Somit stehen in Summe 10 abgeschirmte Telefonarbeitsplätze zur Verfügung, die eigentliche Alarmierung und Informationsweitergabe kann in Ruhe in der BAZ selbst erfolgen. Das "Krisen-Call-Center" wird weiters für Besprechungen des Krisenstabes genutzt.
 


Die Disponenten der Bezirksalarmzentrale Krems:



Andreas Herndler


Gerhard Urschler


Martin Hoffmann



Erich Bachmayer


Markus Fasching


Christoph Gruber



Günther Gruber


Michael Heigl


Christoph Andert



Christian Schopper


Hannes Schwanzer


Sebastian Spanninger



Michael Schandl


Christoph Stricker


Markus Höbarth



Klemens Kremser


Alexander Zsivkovits


Christoph Firlinger



Martin Schaar


Lukas Eibel


Alexander Weigl



Peter Kittenberger


Iris Andert


Günther Lauer



Bernhard Jahn