Dienstag, 17. Mai 2011

Was ist eigentlich ein LFLB?

von Franz Resperger

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Zuletzt am Freitag, 31. Oktober 2014 geändert.

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Der 61. Landesfeuerwehrleistungsbewerbes vom 1. bis 3. Juli 2011 Krems an der Donau ist für manchen die erste Gelegenheit sich mit dem Thema der Feuerwehrleistungsbewerbe, sowie dem Fire-Cup und deren Bedeutung in der „Feuerwehr-Praxis“ auseinanderzusetzen. Dieser kleine Leitfaden soll den Besuchern eine Hilfestellung sein.

Geschichte der Leistungsbewerbe
Nachdem es bereits vor und kurz nach dem Zweiten Weltkrieg in verschiedenen Bundesländern auf Feuerwehr- und Bezirksebene (heute nennt man diese Abschnitte) „Vergleichswettkämpfe“ gegeben hat, standen in Haag 1951 die ersten NÖ Landesfeuerwehrwettkämpfe am Programm. Damals kämpften 45 Gruppen um die schnellsten Zeiten. Gab es für die Wettkampfteilnehmer damals nur eine bronzene Medaille, konnten die Bewerbsgruppen bereits ein Jahr später auch in „Silber“ antreten. Im Laufe der Jahre wurden aus den Feuerwehrwettkämpfen die so genannten „Feuerwehrleistungsabzeichen“. Um einen besonderen Anreiz zu schaffen, wurden für die Bewerbe eigene Leistungsabzeichen geschaffen, die beim erstmaligen Antreten bei einem Landesfeuerwehrleistungsbewerb vergeben werden.

Der Bewerb
Bei den Landesfeuerwehrleistungsabzeichen gibt es zwei Klassen, in denen die Gruppen antreten dürfen – Bronze und Silber. Um das Leistungsabzeichen in Silber und Bronze erreichen zu können, müssen die Gruppen insgesamt 310 Punkte erreichen. Gutpunkte (z.B. Alterspunkte) werden hinzugerechnet, Fehlerpunkte (z.B. falsches Arbeiten, Fallenlassen eines Gerätes) werden abgezogen. Man unterscheidet die Gruppen zusätzlich nach ihrem Alter. In der Klasse A ohne Alterspunkte und in der Klasse B mit Alterspunkten. In der Klasse B dürfen nur Gruppen antreten, deren Gesamtalter beim Staffellauf (acht Teilnehmer) mindestens 240 Jahre beträgt. Pro acht weiterer Jahre wird der Gruppe ein Gutpunkt angerechnet.

„Brandobjekt gerade aus. Wasserentnahmestelle der Bach. Verteiler nach 2 B-Längen. Angriffstrupp legt Zubringerleitung mit je 2 C-Längen. Erstes und zweites Rohr, Vor.“

Mit diesem Angriffsbefehl startet die Gruppe in den ersten Teil des Bewerbes, den Löschangriff. Im zweiten Teil ist ein Staffellauf mit acht Läufern zu bewältigen. Hier muss ein Strahlrohr an den nächsten Läufer übergeben werden.

Fotocredit: Christian Teis Fotocredit: Christian TeisFotocredit: Christian TeisFotocredit: Christian TeisFotocredit: Christian TeisFotocredit: Christian Teis

Die Gruppe
Zum Bewerb treten neun Feuerwehrmitglieder an, diese bilden einen Gruppe. Bestehend aus Gruppenkommandant, Melder, Maschinist, Angriffstrupp, Wassertrupp und Schlauchtrupp. Die Trupps bestehen aus je zwei Mann – Truppführer und Truppmann. Tritt die Gruppe beim Bewerb in Bronze an, so wissen die Mitglieder bereits ihre Position, in der sie den Wettkampf bestreiten. In Silber entscheidet das Los, welche Position ein Feuerwehrmitglied einnehmen muss. Das heißt, der Bewerbsteilnehmer muss auf allen Positionen jeden Handgriff in- und auswendig kennen. Um die Mitglieder und deren Funktion zu ennzeichnen, tragen diese ein taktisches Zeichen.

Fire-Cup
Als Publikumsmagnet wird bei den Landesfeuerwehrleistungsbewerben immer ein Parallelwettkampf veranstaltet. Im spektakulären Fire-Cup treten die besten Gruppen des Landes gegeneinander an. Während sich der Löschangriff identisch zum Löschangriff des Bewerbes darstellt, wird der Staffellauf nach internationalen Bestimmungen durchgeführt.

Austragungsort
Die Stadt Krems/Donau als Austragungsort mit ganz besonderem Flair und die Freiwillige Feuerwehr Krems als Veranstalter richten die 61. Landesfeuerwehrleistungsbewerbe aus.

Das Plakat zum Bewerb informiert über die wichtigsten Termine hier.

Mehr Information zu den Veranstaltungen finden Sie unter http://2011.feuerwehr-krems.at.

Alles zum Festbetrieb finden Sie in dieser Zusammenstellung.

Und für Nachtschwärmer die Informationen für den "Après-Bewerb" gibt es hier den Leitfaden.