Praktischer Stationsbetrieb "nicht alltägliche Einsätze"

von Gernot RohrhoferZuletzt am Mittwoch, 26. Mai 2021 geändert.
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In zwei Modulen haben sich die Mitglieder der Feuerwache Egelsee in den vergangenen Tagen auf nicht alltägliche Einsätze vorbereitet: Auf den Brand einer Photovoltaikanlage bzw. den Brand in einem Haus, das über eine solche Anlage verfügt, auf einen Verkehrsunfall mit einem E-Auto und auf einen Kaminbrand. Nach einer Onlineschulung bildete der praktische Stationsbetrieb am 21.5.2021 den Abschluss der Ausbildung.

Als erstes Anschauungsobjekt diente die Photovoltaikanlage auf dem Dach der Feuerwehrzentrale in Krems. Die Anlage, die 2019 in Betrieb genommen wurde, produziert stündlich bis zu 25 Kilowattstunden Strom und deckt damit einen großen Teil des Strombedarfs der Hauptwache ab. Die Teilnehmer der Übung verschafften sich zunächst einen Überblick über Anordnung, Befestigung und Isolierung der PV-Paneele, danach folgte die Unterweisung im Umgang mit dem Wechselrichter und dem Trennlastschalter. Ein wichtiger Punkt, um die sogenannten AC-Leitungen nach dem Wechselrichter im Ernstfall spannungsfrei machen und sicher löschen zu können.

Feuerwehr Krems / RohrhoferFeuerwehr Krems / RohrhoferFeuerwehr Krems / RohrhoferFeuerwehr Krems / RohrhoferFeuerwehr Krems / Rohrhofer

Mit elektrischer Spannung hat die Feuerwehr auch bei Verkehrsunfällen zu tun, an denen ein E-Auto beteiligt ist. Hier geht es zunächst darum, ein Elektroauto als solches zu erkennen. Seit 1. April 2017 gibt es eigene E-Nummertafeln mit einer grünen statt schwarzen Schrift. Den Zulassungsbesitzern steht es allerdings frei, sich für eine solche Nummertafel zu entscheiden, weshalb anhand anderer Merkmale überprüft werden muss, ob es sich um ein E-Auto handelt - dazu gehören zum Beispiel entsprechende Schriftzüge, blaue Zierelemente, orangene Kabel im Motorraum oder es gibt keinen Auspuff bzw. Tankdeckel.

Für den Ernstfall ist es wichtig, zu wissen, dass E-Autos nur an bestimmten Punkten angehoben werden dürfen, wo sich sogenannte Hochvolt-Trennstellen befinden und wie derartige Fahrzeuge stabilisiert bzw. bewegt werden können. All diese Informationen finden sich auch in Rettungskarten, die über die Bezirksalarmzentrale oder online z.B. über die Homepage des ÖAMTC abgefragt werden können. Die Feuerwache Egelsee bedankt sich im diesem Zusammenhang bei der Familie Pribasnig, die ihren Renault Zoe für den Stationsbetrieb zur Verfügung gestellt hat. 

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Die wichtigsten Informationen zum Thema Kaminbrand wurden online durchgenommen. Praktisch wurde stattdessen das richtige Vorgehen beim TUS-Alarm bzw. bei Liftöffnungen in mehreren Objekten in der Karl-Eybl-Gasse geübt. Die Übungsteilnehmer mussten zunächst die Brandmelder finden, die "ausgelöst" hatten. Danach ging es in den Triebwerksraum für den Lift, um die wichtigsten Handgriffe zu besprechen, um jemanden zu befreien, der in einem Lift eingeschlossen ist.

 

 


Eingesetzte Kräfte:

FW Egelsee