Schadstoffausbildung in der Hauptwache

von Manuel KitzlerZuletzt am Dienstag, 28. März 2023 geändert.
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In den vergangenen drei Wochen lernten die Kameraden und Kameradinnen der Hauptwache das Kapitel „Schadstoff“ besser kennen. Auf drei Termine aufgeteilt wurden neben einer Schulung im Lehrsaal auch am Fahrzeug die verschiedensten Geräte für den Schadstoffeinsatz angesehen. Zum Abschluss der mehrwöchigen Ausbildung hielt man am vergangenen Donnerstag, dem 23. März 2023, eine Einsatzübung am Betriebsgelände der Firma MSD in Krems ab.

Zu Beginn der dreistufigen Ausbildung hielt der Zugtruppkommandant des 1. Zuges der Hauptwache, Matthias Slatner, an einem Donnerstagabend einen Vortrag, in welchem die Mitglieder einen groben Einblick in das Gebiet Schadstoff erhielten. Unter anderem wurde das Erkennen von Gefahrstoffen erklärt. Auch konnten die Teilnehmer selbst den pH-Wert praktisch an Lösungen ermessen.

(c) FF Krems - Slatner Matthias(c) FF Krems - Slatner Matthias

Eine Woche später zeigte man, auf zwei Stationen aufgeteilt, die Beladung der Fahrzeuge her. Bei der ersten Station handelte es sich um den Schadstoffcontainer. Zwei Mitglieder der Schadstoffgruppe, welche ihren Sitz in der Feuerwehr Krems hat, präsentierten den Container und erklärten die Ausrüstung. Bei der anderen Station zeigte man gemeinsam mit dem Sachbearbeiter Schadstoff die entsprechende Ausrüstung der Tanklöschfahrzeuge her. Dabei wurde besonderes Augenmerk auf die Standardausrüstung, welche auf allen wasserführenden Fahrzeuge der Feuerwehr Krems aufgepackt ist, gelegt.

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Vergangenen Donnerstagabend stand der letzte Teil der Schulung auf dem Programm, die Einsatzübung. Zu Gast waren wir bei dieser Übung bei der Firma MSD im Gewerbepark Krems. Simuliert wurde ein Chemieunfall, wobei es zwei vermisste Personen aus dem Gefahrenbereich zu retten galt. Auch wurde ein Austritt einer Chemikalie simuliert.

Um 19 Uhr startete die Übung. Nach und nach fuhren vier Fahrzeuge der Hauptwache zum Objekt aus. Am Gelände angekommen erkundete der Einsatzleiter die Lage, wobei er von einer Kontaktperson vor Ort unterstützt wurde. Parallel dazu rüstete sich ein Atemschutztrupp mit der Basisbekleidung für Schadstoffeinsätze aus, um rasch die Menschenrettung durchführen zu können. Neben der Menschenrettung galt es auch, einen Dekontaminationsplatz aufzubauen. Nach wenigen Minuten konnten bereits die beiden Vermissten gerettet werden.

Nach einer kurzen Lagebesprechung konnte der zweite Trupp in das Gebäude vorgehen, um das Fass, aus welchem die Chemikalie austrat, zu verdichten. Damit auch sie vor den giftigen Stoffen geschützt waren, zogen sie sich den Schutzanzug der Klasse 2 an. Dieser verhindert, dass Stoffe auf die Einsatzbekleidung gelangen können. Zunächst probierte man, das Loch mittels einem Holzkeil zuzumachen. Dies misslang jedoch und so entschieden sich die Einsatzkräfte für ein spezielles Klebeband, welches giftigen Chemikalien standhält, und klebten dieses auf das Fass. Nach mehrmaligem Verkleben des Loches konnten auch sie sich wieder ins Freie begeben. Draußen wurden sie durch den Deko-Trupp gewaschen und legten mit Hilfe des Deko-Trupps die Schutzbekleidung ab.

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Nach rund einer Stunde konnte die Übung beendet und aufgeräumt werden. Anschließend folgte eine Nachbesprechung und eine Begehung des Übungsortes, sodass alle Teilnehmer das Szenario sehen konnten.

Ein großer Dank gilt der Firma MSD für die Möglichkeit, solch eine Übung abhalten zu dürfen. Ein besonderer Dank gilt auch dem Brandschutzwart der Firma MSD Standort Krems Hr. Martin Kojan für die Mithilfe beim Übungsaufbau und der Abhaltung der Einsatzübung.


Eingesetzte Kräfte:

22 Einsatzkräfte der Feuerwehr

2 Hilfeleistungsfahrzeuge
2 Tanklöschfahrzeuge
1 Versorgungsfahrzeug
1 Wechselladefahrzeug

FW Hauptwache